Der Alkoholkonsum und seine Folgekosten

Im internationalen Vergleich nimmt die Schweiz in Sachen Alkoholverbrauch nach wie vor einen der vorderen Ränge ein. Und es gibt einen besonders alarmierenden Trend: Der Alkoholkonsum unter Jugendlichen und jungen Männern ist im Steigen begriffen.

Auch der Prozentsatz jener Schweizerinnen und Schweizer, die in gesundheitsschädigendem Ausmass Alkohol zu sich nehmen, steigt. Wiederum sind es auch die Jugendlichen, die über häufigere Trunkenheitserlebnisse als noch vor zehn Jahren berichten. Junge Frauen greifen heute vermehrt zu Bier. Eine Minderheit von elf Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung über 15 Jahren konsumiert rund die Hälfte des gesamten Trinkalkohols (Quelle: Sucht Schweiz ehm. SFA 2004).

Gesundheitliche Bedeutung

Nicht die Menge alleine ist bestimmend für die mit dem Alkohol verbundenen gesundheitlichen Probleme. Bedeutsam sind auch die Konsummuster. Deshalb richtet sich das Augenmerk der Prävention neben dem chronischen und situationsunangepassten Alkoholkonsum in letzter Zeit vermehrt auf das gelegentliche Rauschtrinken. Aus medizinischer Sicht ist es weniger problematisch, häufig und wenig als selten und viel zu trinken.

Laut Schätzungen sterben in der Schweiz jährlich 2500 bis 3500 Menschen an den Folgen des Alkoholkonsums.

Die Folgekosten

Die sozialen Kosten des Alkoholkonsums betragen in der Schweiz gemäss Untersuchungen der Universität Neuenburg (2003) jährlich mindestens 6,5 Milliarden Franken. Davon wird nur ein Bruchteil von den Alkoholkonsumenten und -konsumentinnen selbst gedeckt (vor allem via Steuern auf Spirituosen). Der weitaus grösste Teil der verursachten Kosten trägt die Allgemeinheit, d.h. der Steuerzahler sowie die Kranken- und Unfallversicherungen.

Quelle: Eidgenössische Alkoholverwaltung EAV